Kaufratgeber

Was vor dem Kauf beachtet werden sollte

Platz, Bauart und Größe

Ausmessen und fertig? Die Maße des neuen Geräts sind wichtig, dennoch ist es hilfreich, dass Sie auch die Bauart im Blick behalten: Passt der neue Backofen in die bestehende Einbauküche oder ist Ihnen ein freistehender und platzsparender Minibackofen lieber? Hat der neue Backofen eine integrierte Warmhaltefunktion, oder lohnt sich die Anschaffung einer zusätzlichen Wärmeschublade (für die allerdings extra Platz einkalkuliert werden muss). Fragen wie diese sollten Sie vor dem Kauf klären.

Außerdem: Wie viel soll es sein? Soll der Backofen mehrere Garräume haben? Welche Funktionen muss der neue Herd erfüllen? Die Antworten fallen in einem Single-Haushalt anders aus als in einer Großfamilie und wirken sich auf den Geldbeutel aus. Spezifische Tipps zu den einzelnen Produktgruppen finden Sie in den Ratgebern der jeweiligen Kategorie.

Auf Siegel achten

Das Siegel GS (Geprüfte Sicherheit) vergeben unabhängige Prüfer, welche die Geräte umfangreichen Tests unterziehen. Auch das CE gibt Hinweise auf die Qualität. Ein Gerät mit dieser Auszeichnung entspricht den EU-Richtlinien. Im Gegensatz zu dem GS-Siegel bringen Hersteller das CE-Siegel selbst an den Geräten an. Häufig ist es heute noch immer so, dass Geräte namhafter Hersteller in puncto Qualität die Nase gegenüber der Konkurrenz vorne haben, das muss aber nicht immer so sein.

Die richtige Energieeffizienzklasse wählen

Sie wollen Energie sparen und die Umwelt schonen? Dann achten Sie beim Kauf einfach auf das Energielabel.

Was bedeutet das Energielabel?

Die Energieeffizienzklasse gibt an, wie viel Energie für einen bestimmten Nutzen aufgewendet werden muss. Je mehr Strom ein Gerät benötigt, desto niedriger beziehungsweise schlechter ist die Energieeffizienzklasse (EEK). Das bedeutet im Umkehrschluss: je weniger Strom ein Gerät verbraucht, desto höher beziehungsweise besser ist die Energieeffizienzklasse.

Das Altgerät korrekt entsorgen

Zu einem bewussten und sparsamen Umgang vom Kauf der Geräte, über die Nutzung hinweg, gehört auch die richtige Entsorgung. Leider geben auch die besten Geräte irgendwann den Geist auf. Elektrogeräte sind unbedingt getrennt vom normalen Hausmüll zu entsorgen, um mögliche negative Auswirkungen auf Mensch und Umwelt zu verhindern. Außerdem unterstützt dies die Rückgewinnung von Rohstoffen.

Großgeräte kann man auf zwei Wegen entsorgen: Erstens kostenlos am kommunalen Wertstoffhof. In diversen Kommunen gibt es sogar das Angebot, Elektrogeräte vom Grundstück oder aus der Wohnung abholen zu lassen - teilweise ist die Abholung allerdings kostenpflichtig.

Zweitens kann man Großgeräte beim Händler zurückgeben, sobald dieser eine Versand-, Lager- und Verkaufsfläche von mindestens 400 Quadratmetern in Deutschland pro Standort auf Elektro- und Elektronikgeräte besitzt.

Ein Altgerät muss immer dann kostenlos zurückgenommen werden, wenn ein entsprechendes Neugerät derselben Geräteart gekauft wird. Ein Tipp: Wird die neue Ware geliefert, kann das Altgerät gleich mitgenommen werden. Beim Abschluss des Kaufvertrags sollte man den Händler aber darüber informieren.

Ab Januar 2022 wird die Rücknahmepflicht übrigens ausgeweitet: Dann müssen auch jene Händler, die Lebensmittel auf einer Gesamtverkaufsfläche von mindestens 800 Quadratmetern verkaufen und mehrmals im Kalenderjahr oder dauerhaft Elektro- und Elektronikgeräte anbieten, Rücknahmestellen einrichten. Dafür gilt aber bis zum 30. Juni 2022 eine Übergangsfrist.